Montreal – Kanada übers Wochenende

Das Labor Day Wochenende haben wir für einen Kurztrip nach Kanada genutzt und es hat sich gelohnt. Montreal gehört ab sofort zu einer meiner weltweiten Lieblingsstädte. Kaum eine Metropole ist so vielseitig und trotzdem so leicht zu Fuß zu erkunden. Außerdem strahlt sie wie jede Stadt am Wasser eine gewisse Ruhe und Anziehungskraft auf die Menschen aus.

Um die Vielseitigkeit Montreals zu beschreiben, muss man sich nur den Verlauf der Rue Saint Catherine anschauen. Sie beginnt im Szene- und Ausgehviertel der jungen Stadt mit Clubs, Bars und Restaurants, deren Farben so bunt sind wie deren Besucher. In mitten dieses Viertels gibt es einen kleinen, geradezu gegensätzlich und umso süßer wirkenden „Jardin“, mit frisch angebauten Kräutern, Sitzgelegenheiten im Grünen, einem Cafe und Ständen, an denen Landwirte lokales Obst und Gemüse verkaufen. Weiter verläuft die Rue Saint Catherine durch das Museums- und Theaterviertel, um die Besucher dann weiter in das Shoppingviertel zu führen. Dieses wiederum ist nicht weit von dem Banken- und Business District entfernt, in dem man sich vor lauter moderner Wolkenkratzer nach New York versetzt fühlt.

Ein anderes, nicht weniger sehenswertes, aber wieder total gegensätzliches Viertel befindet sich direkt am Hafen. Die Vielzahl an Bars und Restaurants zieht so einige Touristen an, was in diesem Fall weniger störend, als vielmehr urig und gemütlich wirkt. Hier ist das Restaurant „Jardin Nelson“ ganz besonders zu empfehlen, in dessen hübschen Innenhof wir einen unserer Abende bei hervorragendem Essen ausklingen ließen. Insgesamt kann man von dem Essen in Montreal nur schwärmen (vielleicht hatten wir auch einfach jedes Mal Glück mit der Restaurantauswahl), aber es tat gut nach vier Wochen USA mal wieder ein Getränk ohne Strohhalm serviert zu bekommen sowie Brot zum Essen zu kriegen.

Ein weiterer Glückstreffer war das gerade in Montreal stattfindende Streetfood Festival „YUL EAT“,  bei dem man sich durch die leckersten aber auch verrücktesten Variationen durchprobieren konnte. Auch, dass ein von Red Bull organisiertes Seifenkistenrennen statt fand, wussten wir vorher nicht und waren daher umso überraschter, unter anderem auch eine deutsche Seifenkiste mit Fahrer in Lederhose zu sehen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Wochenende sowie ein toller erster Kanada Besuch. Dass in der Gegend von Quebec Französisch gesprochen wird, macht den Aufenthalt für jemanden, der wie ich, nie französisch gelernt hat, zwar nicht leichter, aber es hat Charme, Stil und hat mich noch mehr in Urlaubsstimmung versetzt.

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