Washington D.C.

Ein Wochenende in Washington D.C. ist geschichtsträchtig. All den großen Männern der amerikanischen Geschichte wurden Denkmäler gewidmet, die man definitiv gesehen haben muss. Angefangen bei dem berühmten und beeindruckend großen Lincoln Memorial, zu dem man einige Stufen erklimmen muss, um dann unter ihm zu stehen, dem weisen Mr. Lincoln. Besonders schön strahlt er im Dunkeln zwischen den Säulen seiner imposanten Behausung  hindurch. Von dort aus schaut man runter auf den „Reflecting Pool“, durch den damals Jenny rannte, um zu ihrem Forest zu gelangen. Am Washington Monument vorbei kann man seinen Rundgang um das „Tidal Basin“ starten, ein idyllischer see-ähnlicher Nebenarm des Potomac Rivers.


Der nächste große Amerikaner, Thomas Jefferson, thront dort übergroß in seinem eigens für ihn errichteten Memorial. Nachdem man weitere Denkmäler für Roosevelt, Kriegsveteranen und sonstige Helden in einem hübsch angelegten Park passiert hat, gelangt man zu einem, der sein Memorial wirklich verdient hat, Martin Luther King. Ich persönlich finde, dass ihm dieses massive Steingebilde, in dem er mit verschränkten Armen und starrem Blick dargestellt ist, nicht ganz gerecht wird, aber er hat einen schönen Platz mit Blick auf den See und das Jefferson Memorial bekommen.


Zwei weitere Gebäude, die man bei einem Besuch in der amerikanischen Hauptstadt gesehen haben muss, sind das weiße Haus und das Capitol. Es ist verrückt, nicht weit weg von dem Haus zu stehen, in dem Barack Obama mit seiner Familie lebt, aber es war immer noch weit genug, um kaum etwas von dem berühmten Haus sehen zu können. Es ist eher das Gefühl, dass es einfach zu einem Besuch in D.C. dazu gehört. Genauso wie das Kapitol, dessen Kuppel in einen Bauzaun gehüllt und daher ebenfalls eher unspektakulär daher kam.


Abseits all dieser weltberühmten Denkmäler, Gebäude und touristischen Attraktionen hat Washington aber auch sehr arme Stadtviertel mit erschreckend hoher Kriminalitätsrate. Ein Stadtteil, der mich hingegen total begeistert hat, ist Georgetown. Der Campus der dort angesiedelten Universität erstreckt sich über einen großen Teil des Stadtviertels und macht den Nordwesten Washingtons jung und dynamisch. Viele tolle Geschäfte, Cafes, Restaurants und Bars haben es geschafft, ein so individuelles und gemütliches Flair zu schaffen, dass man vergisst in der Hauptstadt der vereinigten Staaten zu sein.


Der Arlington Friedhof hingegen zeigt wieder deutlich, wie groß und bedeutend diese Stadt ist. Hier stehen mehr als 200.000 Grabsteine nebeneinander, letzte Ruhestätte von Kriegsveteranen und Bürger der Stadt, einige davon sehr berühmt. So findet sich auch der Name „John F. Kennedy“ auf einem dieser Steine.


Neben dem Friedhof befindet sich das Hauptgebäude des US-Verteidigungsministeriums, das berühmte Pentagon. So imposant seine Bedeutung, so unscheinbar seine Mauern, abgesehen von dem Denkmal der 9/11 Opfer.


Mein Fazit: Washington ist eine wirklich schöne Stadt, deren Vorteil es ist, alles hervorragend zu Fuß erreichen zu können. So kann man alles ganz flexibel und individuell erkunden, perfekt für einen Städtetrip. Außerdem verlangt die Mehrzahl der Museen in DC keinen Eintritt, eine tolle Möglichkeit für alle Museumsliebhaber und solche, die es noch werden wollen.

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