Princeton – ein Tag an der Eliteuniversität

Unser Weg nach Princeton führte uns durch idyllischste Landschaften und Vororte. Die Tatsache, dass die bekannte Universität nicht gerade in der Nähe einer größeren Stadt liegt, trägt ganz bestimmt dazu bei, dass sich die Studenten besser auf ihr Studium konzentrieren können. Bei Studiengebühren von mehr als 20.000 Dollar pro Semester würde sich das auf jeden Fall lohnen. Wo das Geld hin fließt, kann man auf dem Campus an jeder Ecke sehen. Den Studenten scheint es an nichts zu fehlen; von den berühmten Eating Clubs über die herrschaftlich wirkenden Wohnheime bis zu der perfekt ausgestatteten Bibliothek wird den Studenten das Studium trotz hoher Anforderungen so angenehm wie möglich, geradezu luxuriös gestaltet.

Der Campus selbst ist einfach wunderschön, wie eine eigene kleine Stadt, die mit ihren Steinhäusern ein wenig an Hogwarts erinnert. Bei der Größe des Campus‘ kann man sich kaum vorstellen, dass nur um die sieben Tausend Studenten in Princeton studieren.

Andererseits erklärt es, warum alle Studenten in einem der hübschen und außerordentlich großzügig wirkenden Studentenwohnheimen Platz finden. Auch die Studentenverbindungen haben riesige Anwesen auf dem Campus. An unserem Wochenende waren ganz besonders viele ehemalige Studenten da, sie sich alle in schwarz orange schmückten, den Farben des Princeton Wappens. Denn ein Footballspiel zwischen den Mannschaften der Eliteuniversitäten Princeton und Yale zog hunderte Alumni und Studenten in das princeton-eigene Stadion. Auch wir hatten das Glück, uns das Spiel anschauen zu können und ich hatte die Chance meine nicht vorhandene Football-Kenntnisse auf ein ganz kleines bisschen Amateur-Wissen aufzustocken.

 

Mein Highlight war an diesem Tag jedoch ein anderes. Wir haben an einer Campus Tour teilgenommen, bei der uns eine Studentin über das riesige Anwesen der Uni führte und uns einen Einblick in das Leben einer Princeton-Studentin gab; wie es ist zu den nur sieben Prozent zu gehören, die von allen Bewerbern aufgenommen werden. Es war so unglaublich interessant mehr über die bekannte Universität aus Insider-Sicht zu erfahren. Neben uns waren vor allem Studieninteressierte und deren Eltern dabei. Die Tour endete für uns in der Stadt Princeton. Die richtigere Bezeichnung wäre  wahrscheinlich eher „Städtchen“. Die 1746 gegründete Universität nimmt jedenfalls eine bedeutende Stellung in dieser Stadt ein, bildet die ohnehin schon geringe Studentenzahl doch bereits ein Viertel aller Bewohner. Dennoch ist es ein süßes Städtchen mit kleinen, hübschen Cafés, Restaurants und Geschäften; gepflegt, offensichtlich wohlhabend und ein wenig verschlafen. Die kleinen, gemütlichen Straßen laden auf jeden Fall ein, entlang zu schlendern, durch die Geschäfte zu bummeln und einen Kaffee zu trinken.

Wenn ich den Tag in Princeton mit nur einem einzigen Wort beschreiben müsste, würde ich sagen, er war inspirierend und er hat in mir ein ganz kleines bisschen Neid ausgelöst auf die Studenten, die das Privileg haben in dieser großartigen Universität studieren zu dürfen. Am liebsten wäre ich sofort in eines der Studentenwohnheime eingezogen, um am nächsten Tag ein Studium dort anzufangen.

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