Neuengland Roadtrip – Boston, Cape Cod, Newport

Am verlängerten Thanksgiving Wochenende haben wir uns auf den Weg nach Neuengland gemacht.

Unser erster Stopp: Harvard, die Eliteuniversität unter den Eliteuniversitäten. Es war super interessant über den berühmten Campus zu laufen, der im Vergleich zu Princeton weniger romantisch und viel mehr in den Bostoner Vorort Cambridge eingebunden ist. Die Universität ist deutlich größer und verliert dadurch ein wenig an Charme… zumindest wenn man nur eine Woche zuvor im idyllischen Princeton war und den direkten Vergleich hat. Dennoch war es einen Besuch wert, trennte uns doch nur eine Flussbreite von unserem nächsten Ziel: Boston.


Boston wirkt sehr europäisch und scheint geradezu aus Backsteingebäuden zu bestehen. Obwohl es die größte Stadt Neuenglands und Hauptstadt Massachusetts ist, lässt sie sich wunderbar zu Fuß erkunden. Der Freedom Trail zum Beispiel ist eine tolle Möglichkeit, die Stadt und ihre Geschichte auf einer circa vier-kilometer-langen Besichtigungsroute kennen zu lernen. Der Weg ist durch eine rote Linie auf dem Boden markiert und kann so gar nicht verfehlt werden. Die 17 Stationen des Freedom Trails kennzeichnen zudem goldene Plaketten. Der Pfad beginnt im ältesten öffentlichen Park der USA und führt vorbei an Kirchen, politisch genutzten Gebäuden, Friedhöfen und anderen wichtigen Stationen für die Stadt Boston und Amerika im allgemeinen.


Der Weg kreuzt eine Vielzahl von Markthallen, wie zum Beispiel den Quincy Market. Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß bereits, dass ich eine Schwäche für tolle Märkte mit frischen, lokalen Produkten und innovativen Food Stands habe. Boston kann Marktliebhabern wie mir so einiges bieten. Eine Markthalle nach der anderen war bunter, frischer, toller.

Der Trail endet nach der Überquerung des Charles Rivers im Stadtviertel Charlestown, am Bunker Hill Monument. Die 294 Stufen des Monuments kann man ganz ohne Eintritt erklimmen; dafür ist ein wenig Kondition gefragt. Oben angekommen wird man mit einem Blick über die Stadt und den Charles River belohnt.


Unten am Fluss kann man ein altes Kriegsschiff besichtigen, genauso wie das berühmte Schiff der Boston Tea Party weiter flussabwärts. Heute kann man sich kaum vorstellen, dass dieses kleine Schiff mit Tee beladen über den Atlantik geschippert ist.


So haben wir Thanksgiving in Boston verbracht. Es war sehr ruhig, wie ein Sonntag in Deutschland, an dem alle Geschäfte geschlossen sind. Da so was in Amerika eher ungewöhnlich ist, wirkte es fast ausgestorben. Der Tag danach war dafür umso turbulenter. Black Firday, der schwarze Freitag, an dem sich scheinbar ganz Amerika in den Geschäften tummelt, um die Schnäppchen des Jahres zu machen. Ein paar Läden boten tatsächlich einen beträchtlichen Rabatt auf das gesamte Sortiment, andere Geschäfte erhöhten ihre Preise zuvor, wieder andere hielten sich ganz raus.


Noch war unser Thanksgiving-Ausflug aber nicht vorbei, es ging weiter an´s Cape Cod. Wir sind am Cape Cod Bay, der „Westküste“ des Kaps entlang gefahren bis an die Spitze nach Provincetown. Die Fahrt durch idyllische kleine Küstenorte war schon so schön, dass ich unbedingt noch mal im Sommer an diesen wunderschönen Ort zurück kommen möchte. Ende November war es etwas verschlafen, sind viele der Häuser doch nur während der Sommer- und Urlaubszeit bewohnt. Provincetown hingegen war an diesem Wochenende recht belebt, hatte es seinen Besuchern sogar einen Advents- und Handwerker- markt zu bieten. Was sehr konservativ klingt, scheint nur so. P-Town (wie Provincetown auch genannt wird) ist kunterbunt, weltoffen und tolerant. Es vereint Hippie Lifestyle mit dem Charme unserer deutschen Nordseeküste; ein Sylt in Regenbogenfarben. Falls es Euch mal in diese Ecke verschlägt, schaut im Squealing Pig vorbei. Wir haben dort köstlich in netter Atmosphäre gegessen.


Zum Abschluss unseres Neuengland-Wochenendes ging es nach Newport. Von den vielen Newports in den USA haben wir uns für das in Rhode Island entschieden, ein kleines Hafenstädtchen mit vielen Yachten und kleinen süßen Geschäften. Gemütlich und auch in diesem Fall wohl eher wieder ein Urlaubsort im Sommer. Trotzdem war es toll die kleine Stadt zu sehen, die für ihre prachtvollen Villen bekannt ist. Und sie sind wirklich prachtvoll! Entlang der Küste ist ein Haus herrschaftlicher als das andere und jedes einzelne hat einen einmaligen Blick auf die raue Atlantikküste.


Und schon war das lange Wochenende in Neuengland vorbei. Wir haben tolle Städte, wunderschöne Landschaften und seit langem wieder das Meer gesehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s