Mexico Throwback

Ein Jahr ist es schon her, dass ich in dem wunderschönen, farbenfrohen Mexiko sein durfte. Nun möchte ich Euch noch mal mitnehmen auf meine Reise durch das vielseitige Land; nicht ganz uneigennützig, schwelge ich doch nur zu gerne in Urlaubserinnerungen.

Unsere Rundreise begann in der 20-Millionen-Einwohner-Stadt Mexico City. Der Verkehr, der Smog und der Lärm waren einfach verrückt; selbst Manhattan wirkt dagegen wie eine beschauliche, gut geregelte Kleinstadt, aber die ehemals größte Stadt der Welt war nicht weniger beeindruckend und vor allem schien sie gar nicht zu enden.  

Mexico City

Umso naturbelassener war unser nächstes Ziel. Es ging für uns in ein Naturschutzgebiet im Bundesstaat Michoacán, um einem einzigartigen Naturspektakel und meinem absoluten Mexiko-Highlight beizuwohnen. Der Weg dorthin war allerdings beschwerlich. Es hieß, einen 3000 meterhohen Berg zu erklimmen, auf dem die Luft tatsächlich ziemlich dünn war. Erschwerend hinzu kam, dass die Sonne knallte und es trotzdem eisig kalt war.

Der Himmel voller "Mariposas Monarcas"

Aber der Weg hatte sich gelohnt; oben angekommen erwarteten uns Schmetterlinge über Schmetterlinge. Es waren zu viele, um sie zählen zu können. Auf den weiten Weg von Kanada und Nordamerika machen sich jedenfalls jedes Jahr mehrere Millionen (manche sprechen von Milliarden) Monarchfalter, um im warmen Mexiko zu überwintern. Die Bäume hingen voll, die Wiesen waren bedeckt und der ganze Himmel schien zu flattern.

Nach diesem unvergesslichen Naturschauspiel ging es für uns weiter nach Guanajuato, eine wunderschöne Stadt oder auch das farbenfrohste Örtchen, das ich je gesehen habe. Dass die Stadt in einem Gebirgstal liegt, macht ihren Besuch zwar etwas sportlich, aber auch besonders sehenswert, weil man nach jedem kleineren bis ambitionierteren Aufstieg einen super Ausblick über viele, bunte Häuser, Kirchen oder die besonders schöne Universität hat. Das Wort „malerisch“ beschreibt Guanajuato wohl am besten und so war es für mich die sehenswerteste Stadt in Mexiko.

Unser nächster Stopp – San Miguel de Allende, eine hübsche, kleine Künstlerstadt. Obwohl die Farben, die Architektur, das ganze Stadtbild von Guanajuato nicht zu überbieten ist, ist es trotzdem San Miguel, das es zu meiner Lieblingsstadt geschafft hat. Hinter jeder Ecke wartet eine Galerie, ein hübscher kleiner Laden mit handgefertigten Dingen oder ein einladendes Café. Es ist vor allem das Flair, das San Miguel so besonders macht. Ein absolutes Mexiko-Muss!

Vom UNESCO-Weltkulturerbe San Miguel ging es für uns zum nächsten Kulturerbe, den Pyramiden von Teotihuacan. Diese unglaublich beeindruckende Ruinenstätte zieht natürlich viele Touristen an und das aus gutem Grund. Die Mond- aber vor allem die etwas größere Sonnenpyramide lassen sich durch unzählige steile Treppenstufen unter mexikanischer Sonne schweißtreibend besteigen. Aber auch das lohnt sich und wird mit einem tollen Ausblick über die ganze Anlage belohnt, auf der bis heute immer wieder neue Funde aus vergangenen Zeiten entdeckt werden.

Nach unserem kulturellen Programm erwartete uns der Golf von Mexiko mit tollstem Wetter und großartigen Wellen. Angefangen in Veracruz, einer schönen Hafenstadt, die vor allem für ihr leckeres Seafood in meinem Gedächtnis geblieben ist. Das Restaurant Mariscos Villa Rica Mocambo mit eigenem Tequila Sommelier ist dabei ganz besonders zu empfehlen. Direkt am Strand gelegen wird bei toller Atmosphäre köstlichstes Essen serviert.

Noch war unser Mexiko-Trip aber nicht vorbei. Es ging weiter nördlich zur Costa Esmeralda, die etwas rauer war und damit noch bessere Wellen versprach. Dieser Teil der Küste ist besonders ursprünglich und wenig touristisch. Mit unserem „Eco Boutique Hotel“ Taboga hatten wir einen weiteren Glückstreffer gelandet. Direkt am Meer gelegen, bietet dieses Hotel kleine Strandvillen, die minimalistisch eigerichtet und ausschließlich mit Naturmaterialien ausgestattet sind. Obwohl die Anlage klein ist, bietet sie vielfältige Freizeitmöglichkeiten und auch hier war das Essen von Frühstück bis Dinner mal wieder hervorragend.

Und so gingen drei Wochen Mexiko viel zu schnell rum. Es ist ein wirklich tolles Land und obwohl es als eher unsicheres Urlaubsziel gilt, habe ich mich zu keiner Sekunde unsicher gefühlt. Natürlich sollte man die Warnungen vom auswärtigen Amt ernst nehmen, sich aber nicht davon abschrecken lassen. Schließlich wäre mir sonst eine unvergessliche Zeit entgangen.

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