British Business

Nachdem ich das Berufsleben in Amerika und natürlich in Deutschland kennen lernen durfte, ist jetzt England dran.

Die größte Herausforderung im englischen Arbeitsalltag ist für mich der Kaffee. Was das mit Arbeiten zu tun hat? Für mich jede Menge! Umso schockierter war ich als ich feststellen musste, dass meine englischen Kollegen löslichen Kaffee trinken.
Ihr hättet mein Gesicht sehen sollen als ich nach tagelanger Enthaltsamkeit von richtigem Kaffee bei einem Meeting eine riesige Kanne entdeckte, freudestrahlend auf sie zu lief und dann nur heißes Wasser raus kam. Genau so haben mich meine englischen Kollegen dann angeschaut als ich mir drei Packungen Instantkaffee in meine Tasse füllte, um das Meeting zu überstehen.
Aber ich bin ja anpassungsfähig und bin aufgrund der katastrophalen Kaffeequalität auf englischen Tee umgestiegen…. stilecht in 50-jähriger Thronjubiläumstasse der Queen, das wohl gemerkt, auch schon wieder 15 Jahre her ist.

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Bei besagtem Meeting lauerte jedoch noch eine zweite Herausforderung auf mich. Der schottische Dialekt. Unter uns gesagt, habe ich im ersten Moment nicht bemerkt, dass mein schottischer Kollege „Englisch“ mit mir redet. Der nächste fragende Blick meinerseits.
Aber es sollten noch weitere folgen…

Was hier in England aber tatsächlich vorbildlich funktioniert, ist die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen und Standorten. Da kann sich Deutschland und auch die USA noch eine Scheibe abschneiden.
Ein weiterer Unterschied? Hier werden deutlich weniger Meetings abgehalten, was jede Menge Zeit spart, aber auch etwas Spontanität fordert, wenn Kollegen plötzlich neben dir stehen, um mal eben etwas wichtiges zu besprechen.
Casual Friday kennen die Engländer zumindest in unserem Office nicht. Hier sehe ich an einem Tag so viele Krawatten wie im deutschen Arbeitsalltag ein ganzes Jahr nicht.

Klimaanlagen können die englischen Kollegen aber mindestens genauso gut betätigen wie die amerikanischen Herrschaften. Auch das Catering bei Meetings ist sehr vergleichbar. Der einzige Unterschied: Wurden die faden Sandwiches aus riesigen Plastikbehältern in Amerika durch mexikanische Leckereien gespickt, sind es hier indische Köstlichkeiten, die das ganze ein bisschen aufpeppen.
Was der Bagel Friday in den USA war, ist hier der Fruit Wednesday. Ganz nach meinem Geschmack!

In England zu arbeiten macht auf jeden Fall viel Spaß und so freue ich mich auf die nächsten Monate und das soll was heißen bei dem Kaffee…

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2 Gedanken zu “British Business

  1. Martin schreibt:

    Der Kaffee klingt ja wirklich grausam! Überlegt eine Pad Maschine zu kaufen und mitzubringen? Ist ja nicht teuer…

    Casual Friday gibt’s bei uns auch nicht – dafür macht ab 1 jeder seins 😉

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